E-Ticketing: Wer den Pfennig nicht ehrt

… der benutzt vielleicht das neue E-Ticket der Stadtwerke. Dadurch wird es möglich ohne auch nur einen Pfennig Cent Bargeld dabei zu haben, in den Landshuter Stadtbussen Fahrscheine zu erwerben. Der Startschuss für dieses System soll am 15. November fallen wie sowohl die Webseite der Stadtwerke als auch das Wochenblatt und Radio Trausnitz einstimmig berichten. Die Einführung wird mehrstufig geschehen:

  • Ab 15. November 2017: Ausgabe der Chipkarten, Verkauf von Wochen- und Monatstickets, Möglichkeit der Registrierung
  • Ab Februar 2018: Verkauf von Kurzstrecken, Einzelfahrten und Tageskarten, Aktivierung der Bezahlfunktion der Karte
  • Ab Mitte/Ende 2018: Onlineverwaltung des Kundenkontos
  • Zwischen 2019/2020: Einführung des Handy-Tickets

Neben der anonymen Nutzung des E-Tickets besteht auch die Möglichkeit einer Registrierung der Karte auf den Namen des Nutzers und die Verknüpfung mit einem Kundenkonto. Der Vorteil dabei ist, dass das Ticket im Verlustfall ersetzt werden kann, da das Verlorenene eindeutig zuordenbar, und somit auch sperrbar ist. Außerdem kann durch die Einrichtung eines Lastschriftsmandats jederzeit eine automatische Aufladung des Guthabens erfolgen, wenn es unter einen bestimmten Betrag fällt, man steht also nie mit leerer Karte da.

Die „virtuellen“ Fahrscheine werden aber weiterhin wie gewohnt beim Fahrer erworben – nur eben mit dem Unterschied, dass man nicht mehr mit Bargeld bezahlen muss, und kein Ticket in Papierform erhält. Die Lebensdauer der Chipkarten soll „aus Sicherheitsgründen“ auf fünf Jahre limitiert werden, der Kunde erhält dann eine Austauschkarte. Restguthaben wird bei einer Kündigung ausgezahlt.

Obwohl selbstverständlich auch weiterhin Tickets in Papierform erhältlich sein werden, träumen die Stadtwerke schon vom nächsten Schritt: Ein Ticket, dass nur noch auf dem Smartphone liegt.

Für alle, die gerne noch eine kurze Zusammenfassung hätten, hier der offizielle Flyer der Stadtwerke!

 

 

Ein Gedanke zu „E-Ticketing: Wer den Pfennig nicht ehrt

  1. endlich bewegen sich die SWL mal ins 21. Jahrhundert … zwar langsam und umständlich, aber immerhin. Bei den Stadtwerken Münster klappt das ganze sehr gut und ist nicht so umständlich wie bei den SWL geplant. Hier erhält man eine Karte und man entwertet bei jeder Fahrt. Das System erkennt, ob man nur umsteigt oder eine neue Fahrt beginnt. Und am Monatsende bekommt man eine detailierte Rechnung. Der Rechnungsbetrag wird dann per SEPA-Mandat direkt vom Konto abgebucht. So einfach kann es sein, aber wir sind ja hier in LA 😉

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