Ende mit Schrecken – der unrühmliche Abgang von 7536

Kennen Sie ihn noch – den ersten Wagen mit dem neuen Abendlinienkonzept? Wagen 36 war der erste Bus einer ganzen Reihe, die bis heute andauert. Die Stadtwerke ließen sich nicht lumpen, das Fahrzeug bekam sogar einen sündteuren beleuchtbaren Sternenhimmel, und erstaunlicherweise auch die normalen roten Haltestangen anstatt der Abendlinie-typisch Silbernen. Gebracht hat ihm dieser Sonderstatus nicht viel, bereits vor einiger Zeit musste er Federn lassen – ausgerechnet er wurde seines Nachtbus-Kleides beraubt. Hier in diesen Bildern sehen Sie ihn im neuen und alten Design; man beachte, das einzige aktuelle Bild (07.07.2014) ist das letzte, das auf dem der Scheinwerfer zu sehen ist.

Das hätte einen gestandenen Citaro noch nicht vollends aus der Bahn geworfen, doch es kam noch dicker. Am Montag, dem 07.07.2014, einem heiß-schwülen Tag, kam auch unser entwürdigter Pionier ins Schwitzen, worauf ihm, nach einer anstrengenden Klettertour, auf der alpinen Linie 7, die über die sieben Hügel Landshuts führt, um 16:25 sein hitziges Gemüt zum Verhängnis wurde. Augenzeugen, die den Bus auf seiner letzten Reise aus eigener Kraft begleiteten, berichten, dass der Bus an der Haltestelle Kinderkrankenhaus plötzlich zu rauchen begann und dann, nachdem alle Fahrgäste ausgestiegen waren, in Flammen aufging. Ungefähr 20 Minuten später hatte die Feuerwehr das Fahrzeug schon weitestgehend gelöscht. Viel davon übriggeblieben ist, abgesehen von der Karosserie, nicht. Bleibt zu hoffen, dass der Fahrer wenigstens noch sein Geld retten konnte; wenn nicht, ist das jetzt hoffnungslos verloren – genauso wie der Fahrkartendrucker, der nur noch anhand seiner Position erkennbar ist. Die Feuerwehr vermutet als Brandursache einen technischen Defekt im Motorraum. Nach dem Bericht von Idowa blieben alle Fahrgäste (15 an der Zahl) unverletzt; der Fahrer erlitt eine leichte Rauchvergiftung. Im Umkreis des KOM’s brannten einige Pflanzen, eine Parkbank und das Vordach eines Hauses an; eine Kupferlötstelle verflüssigte sich und tropfte auf den Gehsteig. Der Bus wird jetzt vermutlich auf den Betriebshof der Stadtwerke gebracht, wo dann ein Gutachter der Versicherung den Schaden einschätzen wird.

 

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